Textfeld: 3rd International Sports Law Congress
3ième Congrès International de Droit du Sport
 
 

 

Die Presseschau zum 3. Internationalen Sportrechtskongress finden Sie hier!

 

 

Pressemitteilung zum 3. Internationalen Sportrechtskongress

 

Fußballweltmeisterschaft und Olympiade beschäftigen schon im Vorfeld die Anwälte 

 

In der Bonner Beethovenstadt diskutieren am 7. und 8. November internationale Experten

juristische Fragen rund um das Thema „Sport“

 

 

Bonn,  Oktober 2003 - Deutschland im Fußballfieber - 2006 wird die Bundesrepublik die Fußball-WM ausrichten. Das sportliche Großereignis wirft schon jetzt seine Schatten voraus: Stadien werden saniert und umgebaut, Kultur-Größen wie André Heller nehmen sich des Themas an und Fans und Aktive zählen bereits die Tage bis zum Anpfiff. Die Kehrseite: Internationale Sportevents wie die Fußball-WM oder die nächstes Jahr in Griechenland stattfindenden Olympischen Spiele sind oft von sich widersprechenden Interessen gekennzeichnet und bergen enorme wirtschaftliche und rechtliche Risiken für die Veranstalter.

Großveranstaltungen von europäischem Rang bedeuten eine Auszeichnung für die gastgebenden Länder und Gemeinden. Für Städte und Gemeinden werden große Sportveranstaltungen immer mehr zum Marketinginstrument , um die Attraktivität für Einwohner und Besucher zu erhöhen. Doch hinter den Kulissen müssen sich die Verantwortlichen und Organisatoren mit einer Vielzahl juristischer Fragen auseinander setzen, die sportliche Wettkämpfe unweigerlich mit sich bringen. Der vom 7. bis 8. November in Bonn stattfindende 3. Internationale Sportrechtskongress will dazu beitragen, in dieser Hinsicht mehr Transparenz und Rechtssicherheit auf internationaler Ebene für alle Beteiligten herzustellen.

Niemand denkt angesichts der Bilder jubelnder Fans gern daran, dass bei Sportveranstaltungen auch Fragen der Haftung eine wichtige Rolle spielen. Wer zahlt, wenn es bei einem Notfall zu einem Polizeieinsatz, zu Straßensperren oder Evakuierungen kommt? Wie lassen sich Müllabfuhr, Verkehrsregelung und die Ordnungskräfte von den eh schon unterfinanzierten Verwaltungen finanzieren? Gibt es bald einen Stadtzoll = Mautgebühr für Stadienbesucher? Müssen zukünftig Kautionen hinterlegt werden? Diese und weitere Fragen sind häufig gänzlich ungeklärt oder werden unterschätzt – das böse Erwachen ist vorprogrammiert, denn es kann dabei um sehr viel Geld gehen.

Ein anderes Beispiel für die herrschende Rechtsunsicherheit ist die seit Jahren aktuelle Doping-Problematik. Trotz nationaler und internationaler Anti-Dopingagenturen (WADA – NADA) führen fehlende länderübergreifende juristische Standards bis heute dazu, dass der Missbrauch von leistungssteigernden Drogen im Spitzensport in den einzelnen Ländern unterschiedlich geahndet wird – mit der Folge, dass zuwenig Handhabe existiert, um Doping auf breiter Front effizient zu bekämpfen.

Themen wie diese greift der Bonner Sportrechtskongress auf. Die Tagung versteht sich als Forum für die Erarbeitung international anerkannter und angewandter Richtlinien. Dabei geht es auch um die Diskussion der Angleichung national unterschiedlicher Bestimmungen und Maßnahmen. „Deutsches Sportrecht ist gut, aber wir müssen internationale Regeln akzeptieren oder in unserem Sinn beeinflussen, um nicht isoliert zu sein“, so Richard B. Eimer, Rechtsanwalt in Bonn und Initiator des Kongresses, der in diesem Jahr bereits zum dritten Mal stattfindet. Die Schirmherrschaft übernimmt Michael Vesper, Minister für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport sowie stellvertretender Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen.

Für weitere Informationen zum Kongress (Themen, Teilnehmer, Agenda, Anmeldung) steht die Internetseite www.sportrechtskongress.de zur Verfügung.